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Pierre Curie (1859–1906)

Pierre Curie, französischer Physiker, wurde am 15. Mai 1859 geboren und starb am 19. April 1906.

1880 entdeckte er, dass bei der Kompression der Kristalle zur elektrischen Spannung, heute unter dem Begriff der Piezoelektrizität bekannt, kommt. Es gelang ihm, die Gegenerscheinung, und zwar die Deformation der Kristalle unter elektrischer Spannung, zu demonstrieren.

Für das Thema seiner Doktorarbeit wählte er das Studium der Magneterscheinungen, genauer des Ferro-, Para- und Diamagnetismus. Dabei forschte er die Abhängigkeit des Paramagnetmagnetismus von der Temperatur, die heute als Curiesches Gesetz bekannt ist, wobei die Konstante in der Gleichung, die vom Material abhängt, als Curiekonstante bezeichnet wird. Bei den Forschungen des Ferromagnetismus entdeckte er, dass bei Ferromagneten unter genug hoher Temperatur, heute als Curietemperatur genannt, zum phasischen Übergang, wo für ferromagnetischen Zustand charakteristische Ordentlichkeit sich verliert, kommt. Der über diese Temperatur greifende Stoff wird paramagnetisch.

Später widmete er sich zusammen mit seiner Frau Marie Curie den Forschungen der Radioaktivität. Als Ersten gelang es ihnen, die Elemente Polonium und Radium zu isolieren. Durch die Studie der radioaktiven Strahlung im Magnetfeld entdeckte er die Strahlung der Alpha-, Beta- und Gama-Teilchen.

1903 wurde er gemeinsam mit seiner Frau Marie für seine Forschungsarbeit auf dem Bereich der Radioaktivität mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Heute wird nach ihm die sog. Curie-Einheit (Ci) benannt, wobei 1 Curie auf den gleichen Wert 3.7x1010 Becquerel festgelegt wird.     


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